Schweinfurt – Mit einer lautstarken und sichtbaren Aktion haben rund 2.000 ZF-Beschäftigte am Montagmittag in Schweinfurt ihren Unmut über die geplanten Stellenstreichungen zum Ausdruck gebracht. Anlass war der Besuch von CEO Dr. Holger Klein am Standort – eine Gelegenheit, die Belegschaft zur klaren Positionierung nutzte.
Die Mitarbeiter versammelten sich vor dem Werkstor und machten deutlich, dass sie den angekündigten Personalabbau nicht widerspruchslos hinnehmen wollen. Sie fordern Sicherheit, verlässliche Perspektiven und eine Zukunftsstrategie, die den Standort Schweinfurt erhält und stärkt.
Hintergrund ist die laufende Transformation des Konzerns in Richtung E-Mobilität. Dabei sollen Produktionsprozesse umgestellt, Bereiche neu ausgerichtet und offenbar auch massiv Stellen gestrichen werden. Allein in Schweinfurt stehen bis zu 2.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel – ein Szenario, das die Beschäftigten verständlicherweise alarmiert.
Der Konzern verweist auf laufende Investitionen in neue Technologien und Digitalisierung. Gleichzeitig macht das Management deutlich, dass Kosten reduziert werden müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Botschaft stößt bei vielen Beschäftigten auf Skepsis – insbesondere, wenn konkrete Zusagen für die Standortsicherung fehlen.
Die Demonstration war ein deutliches Zeichen an die Konzernführung: Schweinfurt will nicht abgebaut, sondern aktiv in die Zukunft geführt werden. Weitere Aktionen sind nicht ausgeschlossen – denn der Unmut wächst.
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